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Theorie

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Orientalischer Kichererbsensalat

Wie schon beim Rezept für die Falafel erwähnt, sind die Rezepte auf diesem kleinen Blog neuerdings zum Teil verdächtig „gesund“.

Das hat damit zu tun, dass ich mittlerweile in einem Alter bin, bei dem das Ableben signifikant näher ist als die Geburt.

(Kurzer in diesem Zusammenhang völlig irrelevanter aber interessanter Exkurs zum Thema „mehr oder weniger weit weg“: im Pazifischen Ozean gibt es den so genannten „Point Nemo“. Das ist diejenige Stelle im Meer, die am weitesten von Land entfernt ist, nämlich 2.700 Kilometer. Die Astronauten in der ISS sind damit, wenn sie den Point Nemo überfliegen, in der Regel diejenigen Menschen, die dem Point Nemo am nächsten sind.

Das liegt daran, dass Schiffe und Flugzeuge dieses Areal meiden. Denn in Notfällen gibt es nahezu keine Hoffnung auf Hilfe. Exkurs zum Exkurs: solltest Du irgendwann mal eine Durchsegelung des Pazifik in Angriff nehmen und wider besseren Wissens eine Route über den Point Nemo planen, schau hin und wieder mal kritisch nach oben. Aufgrund der „Menschenleerheit“ dieses Gebietes nutzen es die Großmächte gerne, um ihren Weltraumschrott dort abstürzen zu lassen. Exkurs Ende.)

Wo war ich?

Genau – gesund!

Dieser Salat ist gesund, absolut köstlich und durch die Kohlenhydrat-reichen Kichererbsen sehr sättigend.

Win – win – win, also.

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Naan

Bis vor einigen Monaten habe ich gedacht, ein wirklich gutes Naan sei in einer normalen europäischen Amateurküche nicht zu machen.

Immerhin verwenden die Inder dazu Tandoor-Öfen, in denen es unfassbar heiß wird.

Nun liegt es allein aus logistischen und baulichen Gründen nahe, dass sehr viele indische Restaurants außerhalb Indiens keinen Tandoor-Ofen haben. Zum zweiten kann man ja auch in Haushaltsbacköfen bzw. auf Gasgrills ziemlich seriöse Pizza Napoletana herstellen, die, der reinen Lehre nach, ähnliche Temperaturen braucht.

Die ersten Versuche zeigten dann zu meiner großen Überraschung, dass Naan im Standardbackofen erstaunlich gut gelingt. Continue Reading

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Sehr, sehr, sehr, also wirklich sehr leckere Falafel

Wer hätte das gedacht?

Die Erwachsenen in unserer kleinen Familie haben aus verschiedenen Gründen beschlossen, sich etwas gesünder zu ernähren. Und anstatt, wie befürchtet, in dogmatisch-vegetarischer Trübseligkeit zu versinken, poppen die geilsten (sorry) vegetarischen Rezepte hoch, dass es eine Freude ist.

Diese Falafel sind, ohne Übertreibung, die besten, die ich bisher gegessen habe. Sehr aromatisch, dennoch ausgewogen, außerordentlich saftig und mit einer wunderbare feinen, röstigen Kruste.

Ich bin hin und weg. Continue Reading

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Körnerbrötchen mit kalter Führung

Machen wir es kurz: tolle Brötchen.

Durch Paté Fermentée, Sauerteig, Altbrot, Körner und kalte Führung im Kühlschrank total aromatisch. Durch etwas mehr als 50% Weizenmehl 550 und Ruchmehl (Anteil an den festen Bestandteilen im Rezept) fluffig, wattig und Kinder-kompatibel.

Die Familie ist begeistert. Leckerer Brötchen habe ich schon länger nicht mehr aus dem Ofen gezogen.

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Crispy Chili Oil

Herkömmliches Chiliöl hat bei uns vor allem eine Funktion: es fängt Staub.

Für viele Gerichte ist es zu scharf und der aromatische Mehrwert hält sich häufig in Grenzen.

Wenn es mal Pizza gibt, hat sich das Öl versteckt oder wir haben vergessen, dass es überhaupt existiert. Und wenn wir alle Jubeljahre die Küche ausmisten, es dabei auftaucht und gefährlich unfrisch aussieht, dann wird es, frei nach Louis Flambé bzw. Otto Waalkes, unter ständigem Rühren in den Mülleimer gekippt.

Da ist das koreanische Crispy Chili Oli ein ganz anderer Liga: das Öl ist durch Knoblauch, Ingwer, Zwiebeln, Gewürze und die fruchtig-milden koreanischen Chiliflocken außergewöhnlich aromatisch. Darüber hinaus ist es erfreulich un-scharf.

Dass liegt daran, dass die koreanischen Chiliflocken eher mild sind und nicht zu vergleichen mit den amerikanischen oder anderen asiatischen Varianten. Damit ist das Crispy Chili Oil weniger ein klassischer Scharfmacher sondern mehr ein hervorragendes Allroundgewürz mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Continue Reading