Im ersten Teil der Ofentrieb-Serie ging es um die Grundlagen, im zweiten um die Herstellung des Teiges.
Im dritten Teil beschäftigen wir uns mit der Fermentation – dem wichtigsten Arbeitsschritt beim Brotbacken. Continue Reading
Im ersten Teil der Ofentrieb-Serie ging es um die Grundlagen, im zweiten um die Herstellung des Teiges.
Im dritten Teil beschäftigen wir uns mit der Fermentation – dem wichtigsten Arbeitsschritt beim Brotbacken. Continue Reading
Der Legende nach wurden die so genannten „Herrgottsbescheißerle“ von Zisterziensermönche im württembergerischen Kloster Maulbronn erfunden.
Um das 17./ 18. Jahrhundert herum steckten die frommen Männer in einem Dilemma: sie mussten die Regeln der Fastenzeit einhalten, hatten aber stabil Lust auf Fleisch.
Was tun?
Die Lösung waren Maultaschen, in denen die Mönche das Fleisch in der Fastenzeit vor dem Blick des Allmächtigen versteckten konnten.
Geboren war der Begriff „Herrgottsbescheißerle“.
Nun kann man die Absichten der Mönche durchaus moralisch hinterfragen.
Das Ziel dieser Brötchen, intern „Kinderbescheißerle“ genannt, nämlich Kindern Vollkornmehl unterzujubeln, ist dagegen wesentlich edler.
Denn Vollkornmehl ist auf der einen Seite bei Kindern grundsätzlich so beliebt wie die Impfung bei der groben Kinderärztin. Andererseits ist Vollkornmehl gesund und wesentlich nahrhafter (Ballaststoffe) als die üblichen hellen Weizenmehle.
Was also tun?
Wir „verstecken“ das Vollkornmehl in sehr fluffigen, leckeren Brötchen. So fällt der Vollkornanteil nicht weiter auf und die Kinder ziehen sich unbemerkt das gute Mehl freiwillig rein. Um da Ganze noch besser zu machen, besteht die andere Hälfte des Mehles aus Ruchmehl. Das ist nicht nur sehr, sehr lecker, sondern enthält auch wesentlich mehr Ballaststoffe als 550er Weizenmehl.
Wenn Du meinen Blog schon etwas länger verfolgst, dann weißt Du (hoffentlich 🙂 ), dass ich nicht zur Großmauligkeit neige.
(Kleine Anekdote nebenbei: das einzige Rezept, für das ich schon beim Titel richtig auf die Pauke gehauen habe, nämlich „Die beste Ente der Welt“, ist seit Jahren das erfolgreichste Nicht-Brot-Rezept auf diesem Blog. Ob das für das Rezept oder gegen das Internet spricht, sei mal dahin gestellt.)
Zurück zum Dinkelvollkornbrot: wäre ich ein Szene-üblicher Food Influencer auf TikTok, ich würde bei diesem Brot die Augen verdrehen, ungläubig und überwältigt vor lauter Genuss in die Kamera starren und Laute von mir geben, die völlig zurecht außerhalb von Schlafzimmern nichts verloren haben.
Nun bin ich Gott-sie-Dank kein Food Influencer auf TikTok
Trotzdem haue ich jetzt mal einen raus: dieses Dinkelvollkornbrot ist absolute Weltklasse.
Es ist in Sachen Geschmack, Saftigkeit, Kruste und Haltbarkeit nicht zu schlagen. Dinkelvollkornbrot geht anders, besser geht es nicht. Continue Reading
Letztes Jahr veröffentlichte René vom tollen Brooot-Blog ein Rezept für köstliche Joghurt-Zupfbrötchen. Diese Brötchen haben es meiner Familie mehr als angetan: sie sind köstlich, fluffig, haben eine tolle Kruste und halten lange frisch.
Ich habe das Rezept über die Zeit nach meinem Gusto angepasst: ich habe ihm einen Vorteig spendiert und eine lange Führung über Nacht eingebaut.
So kann man die Joghurt-Zupfbrötchen morgens vor dem Frühstück schnell in den Ofen schieben. Nach nicht mal einer Stunde hat man dann frische Brötchen auf dem Frühstückstisch stehen… Continue Reading
Das Kartoffelbrot an sich ist in unserer Familie umstritten.
Meine Tochter und ich lieben Kartoffelbrot. Wir mögen die saftige Krume und die zarte Kruste. Meine Frau dagegen ist im „Team Kruste“ und Brote mit krachender Kruste der Kartoffelvariante vor.
In ihrer kritischen Haltung dem Kartoffelbrot gegenüber liegt sie auf einer Linie mit dem Reichsjustizamt im deutschen Kaiserreich – wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Während meine Frau eine kräftige Kruste möchte, prüfte das Reichsjustizamt 1914, ob Kartoffelbrot für die Gefängnisverpflegung geeignet sei. Das Ergebnis: bei 20 % Kartoffelanteil sei Kartoffelbrot zwar sehr schmackhaft, aber wegen des geringeren Eiweißgehalts nur eingeschränkt empfehlenswert.
Potzblitz.
Womit sich die deutsche Bürokratie schon vor über 100 Jahren so beschäftigt hat. Continue Reading
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