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Frühling

Frühling Salat

Tomaten-Gurken-Salat mit Sumach-Zwiebeln

Als wir vor einigen Jahren in der Türkei im Hinterland unterwegs waren, gab es mittags in einem Restaurant Zwiebel-Tomaten-Salat mit Huhn.

Die Zwiebeln konnte man beim Reinkommen schon besichtigen.

Es waren sehr, sehr viele.

Uns schwante Ungutes.

In unseren Gehirnen machten sich sorgenvolle Vorstellungen, die rohen Zwiebeln betreffend, breit. Wir fürchteten todesmiesen Geschmack im Mund und Raketen-mäßige Blähungen.

Das Mittagessen kam.

Der Tomaten-Zwiebel Salat (Verhältnis Tomate-Zwiebel: fifty-fifty) war zum Niederknieen lecker und erstaunlich mild.

Und sowohl der befürchtete Geschmack im Mund sowie die Flatulenzen im Nachgang blieben aus.

Was war passiert?

Im arabischen Raum ist es vielfach üblich, Tomaten mit einem Gewürz namens Sumach zu würzen. Und dieses Gewürz, mit dem die Zwiebeln massiert und mariniert werden, sorgt offenbar dafür, dass die Zwiebeln sowohl ihre Schärfe als auch ihr Verdauungs-mäßig herausfordernden Eigenschaften verlieren.

Nebenbei ist das Gewürz ziemlich köstlich.

Was will man mehr? Continue Reading

Frühling Snacks

Tramezzini mit Eiersalat

Wenn es eine Top 3 der am übelsten in der öffentlichen Gunst abgeschmierten Gerichte gäbe, dann wäre das „Schnittchen“ in dieser Top 3 mit Sicherheit vertreten (gemeinsam mit dem Mettigel vermutlich).

Wenn ich mich richtig erinnere, ist das „Schnittchen“ in meiner Wahrnehmung das letzte Mal in dem Hape Kerkeling-Film „Kein Pardon“ öffentlich aufgetaucht. Dort versammelt sich die ganze Familie abends vor dem Fernseher, schmachtet den aufgeblasenen Show-Master Heinz Wäscher an und mümmelt Leberwurst-Schnittchen.

Nun ist gegen das Abschmieren an sich überhaupt nichts zu sagen.

Alles hat seine Zeit. Und es ist bestimmt nicht schlimm, dass zum Beispiel der Mettigel quasi ausgestorben ist.

Was aber das Thema Schnittchen angeht, so will ich hier doch mal eine Lanze brechen.

Schnittchen können extrem lecker sein, wenn man sie zum Beispiel mit selbst gemachtem Eiersalat, hauchdünn gehobelten Radieschen und etwas Kresse serviert.

Wenn man die Schnittchen dann auch noch „Tramezzini“ nennt, stimmt auch das Marketing und selbst die oberflächlicheren Freunde, die man eigentlich schon seit Ewigkeiten nicht mehr einladen wollte, sind begeistert.

Als Vorspeise oder als Alternative bzw. Ergänzung zu einer deftigen Jausenplatte eignen sich die Tramezzini hervorragend. Und zu Champagner, Sekt und guten Weißweinen gibt es kaum etwas Besseres. Continue Reading

Frühling Salat

Chinesischer Gurkensalat – Málà-Style

Wenn ich die Länderküchen dieser Welt nach den Kriterien „Ist vermutlich extrem spannend“ und „Habe ich viel zu wenig Ahnung von“ sortieren würde, stünde die chinesische Küche vermutlich auf Platz 1.

Sicher ist, dass die üblichen China-Restaurants, die in Deutschland an jeder Ecke zu finden sind, wenig Einblick in die authentische chinesische Küche geben. Das liegt vermutlich nicht mal unbedingt an den Betreibern dieser Restaurants sondern eher an den deutschen Gästen. Für viele ist Hühnerfleisch süß-sauer der maximal zuzumutende Höhepunkt an Exotik. Und da vielfach die Quantität á la „All you can eat“ vor Qualität geht, sind kulinarische Höhepunkte sowie nicht zu erwarten.

Ich persönlich bin mit der „echten“ chinesischen Küche bisher nur punktuell in Berührung gekommen, z.B. in der China Town von San Francisco. Darüber hinaus hat sich durch die Lektüre des extrem lesenswerten Blogs Trois Etoiles (hier gibt es sehr interessante Berichte über China) bei mir der Eindruck entwickelt, dass die kulinarische Welt Chinas viel spannender ist als lange vermutet.

Es wird also Zeit, sich ein bisschen mit dieser potenziell extrem interessanten Küche zu beschäftigen. Den Anfang macht ein phantastischer Gurkensalat, der so völlig anders ist als der, vor zwei Wochen gepostete Gurkensalat, obwohl er vom selben Kontinent stammt. Continue Reading

Frühling Salat

Asiatischer Gurkensalat mit Ingwerdressing

2025 ist vorbei, das neue Jahr hat begonnen und die Jahreszeit der Völlerei ist offiziell beendet.

Viele haben sich vom ausschweifenden Dezember direkt in den Dry January begeben. Das ist keinesfalls eine schlechte Idee. Zumal der Dry January um zehn Tage kürzer und weit weniger streng ist als die „offizielle“ Fastenzeit.

Im Dry January in Kombination mit der Alkohol-Abstinenz weniger Fleisch und Fett und Süßigkeit zu Futtern ist allerdings auch nicht verkehrt.

Dabei ist die Herausforderung, den Verzicht nicht als Selbstkasteiung mit abnehmender Lebensqualität zu verstehen, sondern als Chance, mit neuen, köstlichen Rezepten, gleichermaßen gesünder aber mindestens genau so genussvoll wie im restlichen Jahr zu leben.

Hierfür habe ich einen tollen Vorschlag für Dich: einen asiatischen Gurkensalat mit Ingwerdressing. Continue Reading

Desserts Frühling

Die luftigste Quarkcreme aller Zeiten

In dem sehr unterhaltsamen Podcast Baywatch Berlin ging es vergangenes Jahr um das etwas blöde Gefühl, wenn man feststellt, dass man sich bei vermeintlich fundamentalem Wissen ein Leben lang geirrt hat. Einer der Podcaster war sich zum Beispiel Zeit seines Lebens sicher, dass man Bananen und Ingwer in Supermärkten ausschließlich in den verfügbaren Gebindegrößen kaufen dürfe. Das hatte den tatsächlich ziemlich lustigen Umstand zufolge, dass er Jahrzehnte lang Bananen und Ingwer in viel zu großen Mengen nach Hause getragen hat. Lustig wird das nicht durch den Umstand, dass dem Mann über die Jahre vermutlich eine halbe Tonne Bananen in der Küche verfault ist. Lustig ist es deshalb, weil er bei der Art von Wissen falsch lag, die wir alle gemeinhin als bombensicher annehmen. Die Sonne geht im Osten auf, zwei plus zwei ist vier, und wenn man beim Edeka drei Bananen aus einer Staude von sechs abreißt, wird man verhaftet.

So in etwa. Continue Reading