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Kuchen, Gebäck & Co.

Frühling Kuchen, Gebäck & Co.

Pack die Sonne auf dem Tisch: Laotische Limetten-Tarte

Mit diesem Rezept verbindet unsere kleine Familie ausgesprochen positive Gefühle. Es stammt nämlich aus einem wunderbaren Restaurant im laotischen Luang Prabang, wo es uns vor einigen Jahren nach einer etwas abenteuerlichen Reise über Nord-Thailand hin verschlagen hatte. Dort hatten wir eigentlich nach einem üppigen Abendessen bei tropischen Temperaturen gar keinen Nachtisch bestellen wollen.

Nachdem wir uns doch entschlossen hatten, ein Stück Limetten-Tarte zu teilen, sind wir vor Begeisterung fast vom Stuhl gekippt. Denn zum einen war diese Limetten-Tarte unglaublich gut weil cremig, fluffig, intensiv und wunderbar erfrischend. Und zum anderen kam dieser wunderbare kulinarische Abschluss völlig unerwartet – schließlich gehören Tartes nicht zum klassischen asiatischen Küchen-Kanon. Am Ende waren aus dem einen Stück, das wir uns teilen wollten, drei geworden. Und ich kann mich erinnern, dass wir an diesem Abend etwas überfuttert aber sehr (!) zufrieden ins Hotel spaziert sind.

Vom Fast-vom-Stuhl-Kippen war es übrigens nicht weit zur spontanen Entscheidung, am folgenden Tag in eben diesem Restaurant einen Kochkurs zu belegen. Zumal uns der Service zwischendurch gesteckt hatte, dass auch diese himmlische Limetten-Tarte Teil des Curriculums sein würde. Continue Reading

Kuchen, Gebäck & Co. Winter

Vive la France – Französische Apfel-Tarte

Wie in dem ein oder anderen Artikel bereits erwähnt, waren wir dieses Jahr zwei Mal in Frankreich im Urlaub – jeweils in der Normandie und der Bretagne. Das ist für uns insofern ungewöhnlich, als dass wir grundsätzlich eher dazu tendieren, Neues auszuprobieren als Bekanntes aufzuwärmen. Dazu kommt, dass meine Frau und ich nahezu kein Französisch sprechen. Speisekarten sind keine Problem und das Reservieren im Restaurant auch nicht. Sobald die Herausforderungen jedoch etwas komplexer werden, klappen unsere Sprachkenntnisse in sich zusammen wie das sprichwörtliche Kartenhaus.

Nun gilt ja der „Franzose an sich“, wenn man die alte Klischee-Kiste aufwärmt, als eher muffelig anderen Sprachen gegenüber. Doch – Stichwort „Klischee“ – wie falsch kann man liegen? In beiden Urlauben sind wir mit den erwähnten drei Brocken Französisch sowie Englisch und – tatsächlich insbesondere bei jungen Leuten – unser Muttersprache Deutsch wunderbar zurecht gekommen. In den wenigen Fällen, wo unser Gegenüber ausschließlich Französisch sprach, waren die Situationen eher lustig. Wie zum Beispiel in dem phantastischen Restaurant „Le Cosy“ in Quimper.

Dort nämlich musste ich beim ersten Reservieren vor Ort nicht nur meine Französisch- sondern insbesondere meine gleichermaßen unterentwickelten Pantomimen-Kenntnisse bemühen um meinen Wunsch, einen Tisch für „heute 13 Uhr Mittag“ gegenüber dem, gerade anwesenden, Koch zu versinnbildlichen. Eben jener Koch verabschiedete uns dann, nach unserem zweiten Besuch einige Tage später, mit bestem Oxford-Englisch und breitem Grinsen. Böse gemeint war das mit Sicherheit nicht sondern vermutlich eher Ausdruck eines sympathisch-schrägen Humors. Wir fühlten uns jedenfalls bestens umsorgt…

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Herbst Kuchen, Gebäck & Co.

Boah, war dat lecker: feine Apfeltarte nach La Paticesse Apfeltarte mit Vanille-Eis

Ich habe ja an der ein oder anderen Stelle schon meine Sympathie für verschiedene Blogs geäußert. Der Blog allerdings, vor dem ich mit Abstand am meisten Hochachtung im Sinne von: „das würde ich so nie im Leben hinkriegen“ habe, ist La Paticesse von Claudia. Patisserie ist ja sowieso eine kniffelige Geschichte, für die mir gleichermaßen Geschick, Erfahrung und Geduld fehlen. Insofern sitze ich grundsätzlich vor allen Blogs, die sich mit Patisserie und süßem Backen beschäftigen, mit einem gerüttelten Maß an Ehrfurcht. Aber was auf La Paticesse in Sachen Rezepten, Ausführung und Fotographie geboten wird, ist großes Kino und ohne Zweifel Profi-Liga.

Nun denn: ich war auf der Suche nach feinen Apfel-Rezepten mit französischem Einschlag, sprich: apfelig, buttrig und gut sollte es sein. Mit der notwendigen Demut ausgestattet habe ich mir bei La Paticesse ein vermeintlich einfaches Rezept herausgesucht, das erwartungsgemäß trotzdem nicht ganz ohne Herausforderung war.

Dennoch: der Einsatz hat sich gelohnt. Auch wenn das Rosetten-Legen mit Sicherheit noch dezent Luft nach oben hat, ist die Apfeltarte phänomenal lecker geworden…

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Desserts Frühling Kuchen, Gebäck & Co.

Das Beste kommt zum Schluss: phantastische Rhabarber-Tarte nach Eline Rhabarber-Kuchen

Auf diesem kleinen Blog ist es ja gerade etwas still. Das liegt an viel zu vielen Bällen, die momentan in der Luft gehalten werden wollen und wird sich die kommenden Wochen auch nicht ändern. Nichts desto trotz muss ich – ohne viele Worte – schnell noch ein Rezept loswerden. Denn die Rhabarber-Saison liegt in den letzten Zügen und dieses Rezept bis kommendes Jahr in die Schublade zu legen wäre eine Katastrophe, denn: das Rezept führt schnurstracks zum leckersten Rhabarber-Kuchen, den ich kenne. Und als ob das alleine nicht genug wäre, ist das Rezept so wandelbar wie Phantomas und damit ideal den saisonalen Obst-Verfügbarkeiten anzupassen. Urheberin ist die einzigartige Eline, deren Blog Küchentanz meine erste und liebste Anlaufstelle in der digitalen Welt ist, wann immer es um raffinierte Rezepte geht… Continue Reading

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Frühling Jahreszeiten Kuchen, Gebäck & Co. Rezepte

Bread and butter pudding mit Rhabarber und Croissants

Mit dem Glück ist es ja so eine Sache. Kein Mensch weiß so genau wo es herkommt und jeder versteht darunter etwas anderes. Sicher sind nur zwei Dinge: es hilft ungemein, wenn man das Glück ein bißchen aktiv beim Auftauchen unterstützt (ein ziemlich interessanten Vortrag dazu von Vera Birkenbihl findet Ihr hier). Und: übermäßig viel Geld hilft nichts. Die, laut Statistik, glücklichsten Menschen auf diesem Planeten leben überwiegend in den Ländern mit der höchste Abgabenlast, nämlich in Skandinavien. Die, nach meiner ganz persönlichen Eigen-Marktforschung, unzufriedensten Menschen dagegen leben in Monaco. Dort zahlt man (so gut wie) keine Steuern und jeder dritte Einwohner ist (Dollar-)Millionär. Wer aber durch die Stadt schlendert, im Café de Paris einen phänomenal überteuerten Cappuccino trinkt oder einfach mal versucht, als Fußgänger heil über diverse Ampeln zu kommen, hat gute Chancen Niederschmetterndes zu erleben: so viele hängende Mundwinkel, so viel rücksichtsloses Verhalten und so viel Unzufriedenheit habe ich noch nirgendwo auf der Welt erlebt…
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