Browsing Category

Rezepte

Salat Sommer

Pfirsich, Burrata, roher Schinken & Basilikum

Es gibt Gerichte, die keine lange Erklärung brauchen.

Dieses ist eines davon.

Ein paar Handgriffe. Keine Hitze, keine komplizierten Techniken – und trotzdem entsteht etwas, das nach so viel mehr schmeckt: ein Salat aus reifen Pfirsichen, cremiger Burrata, hauchdünnem rohen Schinken, frischem Basilikum, knackigen Pistazien und einem guten Schuss Olivenöl.

Simpel in der Idee, phantastisch im Geschmack. Continue Reading

Frühstück

Overnight Oats

Overnight Oats waren vor vielen Jahren der ganze heiße Sch*** in der Social Media-Influencer-Szene. Das alleine disqualifizierte sie lange als Thema für diesen kleinen Blog.

Warum?

Influencer nerven brutal.

Erstens: sie sind maximal unkreativ. In der Regel springt die ganze Herde auf die jeweils neueste Idee auf und kopiert so ungeniert voneinander, dass es fast schon wieder beeindruckend ist.

Zweitens: der größte Teil der Inhalte ist maximal oberflächlich und vielfach mindestens irreführend. „Schönes“ Beispiel von unserer Vietnam-Reise: die „ikonische“ Goldene Brücke in der Nähe von Da Nang wird auf unzähligen Kanälen als absolutes Highlight jeder Vietnam-Reise gelobt. Dass die Brücke Teil eines großen, völlig artifiziellen Freizeitparks und in der Regel brutal voll ist, wird meistens verschwiegen.

Drittens: Influencer machen es unter „Oh mein Gott nicht!!!!!!“ nicht. Es muss die beste Pho in Saigon, das beste Bolognese-Rezept der Welt oder das geilste Steak in Kyoto sein. Eine Nummer kleiner ist es selten.

Da lobe ich mir den Schotten Hugh (es gibt ja immer Ausnahmen von der Regel), der sich todesmutig durch asiatische Streetfoodstände durchfuttert als ob Magen-Darm-Krankheiten und Salmonellen nur Erfindungen windiger Verschwörungstheoretiker wären. Dass Hugh auch gerne mal das Gesicht verzieht, wenn die gesäurte chinesische Spezialität nicht ganz so lecker schmeckt, macht die Sache nur sympathischer. Continue Reading

Fleisch

Lamm Korma

Vor vielen, vielen Jahren besuchten meine damalige Freundin und ich einen Kochkurs der Volkshochschule Düsseldorf mit dem Titel „Indisch kochen“. Der Kurs fand in einer Hauswirtschaftsschule statt, war dank neonlichtheller Lehrküche maximal Instagram-untauglich (soziale Medien gab es damals glücklicherweise noch nicht) und ganz große Klasse.

Unsere Dozentin, eine Inderin, die es nach Düsseldorf verschlagen hatte, führte uns kompetent in die indische Küche ein.

Dabei wurde sie nicht müde, uns die, aus ihrer Sicht, wichtigste Zutat für die indische Küche zu predigen: Geduld.

Auch dieses Rezept lebt von Geduld: insbesondere das vorsichtige Schmoren der Zwiebeln ist extrem wichtig. Davor profitiert das Fleisch davon, wenn es mariniert wird.

Belohnt wirst Du für Deine Geduld mit einem süffigen, dezent-süßen, authentischen Hochgenuss. Continue Reading

Brot

Sehr fluffige Brötchen mit 50% Vollkornmehl

Der Legende nach wurden die so genannten „Herrgottsbescheißerle“ von Zisterziensermönche im württembergerischen Kloster Maulbronn erfunden.

Um das 17./ 18. Jahrhundert herum steckten die frommen Männer in einem Dilemma: sie mussten die Regeln der Fastenzeit einhalten, hatten aber stabil Lust auf Fleisch.

Was tun?

Die Lösung waren Maultaschen, in denen die Mönche das Fleisch in der Fastenzeit vor dem Blick des Allmächtigen versteckten konnten.

Geboren war der Begriff „Herrgottsbescheißerle“.

Nun kann man die Absichten der Mönche durchaus moralisch hinterfragen.

Das Ziel dieser Brötchen, intern „Kinderbescheißerle“ genannt, nämlich Kindern Vollkornmehl unterzujubeln, ist dagegen wesentlich edler.

Denn Vollkornmehl ist auf der einen Seite bei Kindern grundsätzlich so beliebt wie die Impfung bei der groben Kinderärztin. Andererseits ist Vollkornmehl gesund und wesentlich nahrhafter (Ballaststoffe) als die üblichen hellen Weizenmehle.

Was also tun?

Wir „verstecken“ das Vollkornmehl in sehr fluffigen, leckeren Brötchen. So fällt der Vollkornanteil nicht weiter auf und die Kinder ziehen sich unbemerkt das gute Mehl freiwillig rein. Um da Ganze noch besser zu machen, besteht die andere Hälfte des Mehles aus Ruchmehl. Das ist nicht nur sehr, sehr lecker, sondern enthält auch wesentlich mehr Ballaststoffe als 550er Weizenmehl.

Continue Reading