Wenn es eine Top 3 der am übelsten in der öffentlichen Gunst abgeschmierten Gerichte gäbe, dann wäre das „Schnittchen“ in dieser Top 3 mit Sicherheit vertreten (gemeinsam mit dem Mettigel vermutlich).
Wenn ich mich richtig erinnere, ist das „Schnittchen“ in meiner Wahrnehmung das letzte Mal in dem Hape Kerkeling-Film „Kein Pardon“ öffentlich aufgetaucht. Dort versammelt sich die ganze Familie abends vor dem Fernseher, schmachtet den aufgeblasenen Show-Master Heinz Wäscher an und mümmelt Leberwurst-Schnittchen.
Nun ist gegen das Abschmieren an sich überhaupt nichts zu sagen.
Alles hat seine Zeit. Und es ist bestimmt nicht schlimm, dass zum Beispiel der Mettigel quasi ausgestorben ist.
Was aber das Thema Schnittchen angeht, so will ich hier doch mal eine Lanze brechen.
Schnittchen können extrem lecker sein, wenn man sie zum Beispiel mit selbst gemachtem Eiersalat, hauchdünn gehobelten Radieschen und etwas Kresse serviert.
Wenn man die Schnittchen dann auch noch „Tramezzini“ nennt, stimmt auch das Marketing und selbst die oberflächlicheren Freunde, die man eigentlich schon seit Ewigkeiten nicht mehr einladen wollte, sind begeistert.
Als Vorspeise oder als Alternative bzw. Ergänzung zu einer deftigen Jausenplatte eignen sich die Tramezzini hervorragend. Und zu Champagner, Sekt und guten Weißweinen gibt es kaum etwas Besseres. Continue Reading



