Desserts Herbst

Der perfekte Griesbrei

Greisbrei

Vorweg: ich liebe Griesbrei. 

Wenige Nachtische haben es mir derart angetan wie dieser. 

Dennoch war mein Verhältnis zu Griesbrei jahrelang, na ja, schwierig. Denn: so sehr ich mich auch bemühte, immer war der Landliebe-Griesbrei aus dem Supermarkt-Regal irgendwie leckerer. 

Es war zum verrückt werden.

Versuch macht kluch…

Ich habe zwar grundsätzlich kein Problem damit, auch mal die Nummer 2 zu sein. Zumal ja die Zubereitung von Griesbrei nicht zu den zentralen Stellschrauben des Lebens gehört. Aber gegen ein Industrieprodukt von einem holländischen Nahrungsmittel-Großkonzern (Landliebe gehört zu FrieslandCampina) den Kürzeren zu ziehen, das hat mich schon ganz schön gewurmt. 

Nun begab es sich vor einiger Zeit, dass die Griesbrei-Nachfrage in unserer Familie außergewöhnlich hoch war. Das wiederum führte zu einer hohen Frequenz in der häuslichen Griesbrei-Produktion und damit zu der Chance, in relativ kurzer Zeit unser bestehendes Griesbrei Rezept bei jedem Mal zu variieren und somit zu verbessern. 

Und voilà!

Der Würfel ist gefallen!

Griesbrei

Die Lösung…

Zucker und Gries

Man kann die Zucker- und Griesmenge, die die meisten Rezepte angeben, deutlich nach unten reduzieren. Insbesondere weniger Gries sorgt dafür, dass der fertige Griesbrei cremig ist und nicht pappig. Die 88 Gramm sind übrigens mit Bedacht gewählt. Nur 3-4 Gramm weniger sorgen dafür, dass der Griesbrei beim Abkühlen nicht fest wird. 

Temperatur

90 Grad sind deshalb schlau, weil der Brei nicht kocht und die Stärke nicht vollständig verkleistert. Für diese Methode ist der Thermomix tatsächlich ziemlich gut geeignet. Man kann das Vorgehen im normalen Topf einigermaßen anpassen – ganz so gut wie im Thermomix wird es aber nicht. 

Beim Abkühlen nochmal aufschlagen

Wenn man den Griesbrei beim abkühlen nochmal aufschlägt, wird er fluffiger. Aber vorsicht! Die Temperatur sollte noch mindestens 50 Grad haben. Schlägt man den Griesbrei erst auf, wenn er schon weiter abgekühlt ist, wird er nicht richtig fest. Fans größerer Fluffigkeit können übrigens die Sahne steif schlagen und dann erst in den Griesbrei einrühren, wenn er 60 – 70 Grad erreicht hat. 

Griesbrei

Griesbrei

Zutaten

  • 800 ml  Vollmilch (3,5%)
  • 200 ml Sahne
  • 78 g Zucker
  • 88 g Weichweizengries
  • 1 Prise Salz

Anleitungen

Variante Thermomix

  1. Alle Zutaten zusammen bei 90 Grad im Thermomix mit dem Schmetterlingsaufsatz auf Stufe 2 für 15 Minuten garen. 

    Den Griesbrei im Thermomix auf 60 - 70 Grad abkühlen lassen und nochmal auf Stufe 5 10 Sekunden durchmixen.

  2. Den Griesbrei entweder sofort auffuttern oder in eine Schüssel/ in einzelne Schüsselchen füllen und mit Klarsichtfolie abdecken. Die Klarsichtfolie sollte direkt (!!!) auf dem Griesbrei aufliegen. So bildet sich keine Haut. 

Variante Kochtopf

  1. Alle Zutaten in einen Topf geben. Das Ganze vorsichtig erhitzen. Dabei mit einem Schneebesen immer mal wieder rühren.

    Sobald die Masse erkennbar eindickt den Topf vom Herd ziehen und eine Minute rühren. Im Anschluss den Topf abgedeckt stehen lassen und nach 5 Minuten nochmal rühren.

  2. Die Masse auf 60 - 70 Grad abkühlen lassen und ein letztes Mal durchrühren. 

    Den Griesbrei entweder sofort auffuttern oder in eine Schüssel/ in einzelne Schüsselchen füllen und mit Klarsichtfolie abdecken. Die Klarsichtfolie sollte direkt (!!!) auf dem Griesbrei aufliegen. So bildet sich keine Haut. 

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Griesbrei

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