Desserts Herbst

Die Stärke im Griff: der perfekte Griesbrei braucht 90 Grad Celsius 90 Grad-Grießbrei

Grießbrei hat mich in den letzten zwei Jahren fast in den Wahnsinn getrieben.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: ich liebe Griesbrei. Allerdings ist meine Vorstellung von Griesbrei eine cremige, schlorzige und keinesfalls Pudding-hafte Angelegenheit. Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer: die meisten meiner Versuche endeten deutlich fester als gewünscht.

Ich habe es mit und ohne Eigelb probiert, mit den unterschiedlichsten Verhältnissen von Sahne und Milch, mit langen und kurzen Kochzeiten und viel und wenig rühren.
Einige Ergebnisse waren besser, andere schlechter. Und die besseren waren kaum zu reproduzieren.

Ein Desaster!

Vor zwei Wochen jedoch ist der Knoten geplatzt.

Kurioserweise stammt der entscheidende Hinweis aus dem Thermomix-Kochbuch für die Alltagsküche: Jeden Tag genießen.

Der entscheidende Unterschied ist: man darf den Griesbrei nicht kochen!

Denn wenn man Gries kocht (was die meisten Rezepte vorschreiben), knallt die Stärke im Gries durch, macht was sie will und ist so gut zu kontrollieren wie ein unglücklich verliebter Teenager.

Hält man jedoch die Temperatur konsequent bei 90 Grad, entfaltet sich die Bindekraft der Stärke kontrolliert und langsam und man kann über die Garzeit exakt steuern, welche Konsistenz der Brei (oder alternativ die Polenta – aber dazu später) haben soll.

Der perfekte Griesbrei

500 ml Vollmilch
200 ml Sahne
80 g Weichweizengries
50 g Demeara-Rohrzucker
1 Prise Salz

Alle Zutaten zusammen bei 90 Grad im Thermomix auf Stufe 2 für 11 Minuten garen. In eine Schüssel füllen und abkühlen lassen.

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