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Oliver

Brot

Trial and error – Kartoffelbrötchen

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Kartoffeln wirken sich sehr positiv auf den Geschmack von Brot und Brötchen aus. Denn sie bringen einen tollen, dezent erdigen Geschmack mit und sorgen aufgrund der gebundenen Feuchtigkeit für eine saftige Krume und beste Frischhalte-Eigenschaften. Außerdem geben die Kartoffeln dem Teig eine wunderbare, nahezu sinnliche Textur. Ich kenne keinen anderen Teig, der sich schon beim Kneten so samtig, ja nahezu handumpuschelnd anfühlt wie Kartoffel-Teig.

Dennoch haben auch Kartoffel-Teige ihre Tücken, denn jede Kartoffel ist anders. Deshalb ist etwas Erfahrung nötig um auf die jeweils abweichenden Rahmenbedingungen adäquat zu reagieren. Außerdem kann die Stärke, inbesondere in mehligen Kartoffeln, schnell zu viel Kleber entwickeln. Last but not least: der Geschmack von Kartoffelbrötchen ist zwar häufig sehr gut, neigt aber dazu etwas eindimensional zu sein. Deshalb habe ich mich in den letzten Monaten an diversen Rezepten versucht, einige Parameter auf unsere Familienvorlieben angepasst und bin dem – aus meiner Sicht – idealen Kartoffelbrötchen damit ein gutes Stück näher gekommen…
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Desserts Winter

Vive l’évolution – Tiramisu

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Ehrlich jetzt? Tiramisu? Das 847ste Rezept? Hallo, gehts noch!?!?

In der Tat steht das Posten eines Tiramisu-Rezeptes wohl kaum im Verdacht, für übermäßige Aufregung in der digitalen Welt (und in der physischen schon gar nicht) zu sorgen. Gibt man den Begriff „Tiramisu“ in Google ein, liefert die Suchmaschine ca. 32 Millionen Treffer. Das sollte doch reichen. Oder?

Dazu eine kleine Anekdote: als leidenschaftlicher wie bekennender Tiramisu-Fan nutzte ich fast jeden Besuch bei einem neuen, mir unbekannten, „Italiener“, um dort das Tiramisu zu probieren – vorausgesetzt, es ist hausgemacht. Dabei haben sich in den vergangenen Jahren einige wesentliche Erkenntnisse ergeben… Continue Reading

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Brot methoden & zusammenhänge

Was ist Hefewasser und was kann man damit anstellen? Pain de Mèteil nach bernd's bakery

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Jeder, der sich ernsthaft mit dem Thema Brotbacken im Allgemeinen und Sauerteig im Speziellen beschäftigt, wird früher oder später auf das Thema Hefewasser stoßen. Ich muss zugeben, dass ich das Konzept Hefewasser zunächst für einigermaßen überflüssig und esoterisch gehalten habe. Wieso Hefewasser verwenden, wenn es Sauerteig auch tut? Am Ende haben mich die Neugier und der phantastische, jedoch leider mittlerweile stillgelegte, Blog Bernds Bakery dazu bewogen, das Backen mit Hefewasser auszuprobieren.

Was soll ich sagen? Ich bin begeistert. Bisher waren alle ausprobierten Rezepte absolut überzeugend. Geschmack und Textur gewinnen mit Hefewasser deutlich. Der Ofentrieb legt ordentlich zu. Damit ist Hefewasser die nahezu ideale „Ofentrieb-Versicherung“ für alle diejenigen, die ihren Sauerteig auch mal eine Woche ungenutzt im Kühlschrank stehen haben. Außerdem befriedigt die Zucht von Hefewasser den menschlichen Spiel- und Kümmertrieb ungemein. So verrückt es klingt: die Faszination, gemeinsam mit meinem kleinen Sohn zu beobachten, wie sich die guten Bakterien gegen die bösen durchsetzen und das Rosinenwasser zunehmend an Aktivität, sprich: Blubber, gewinnt, war enorm. Und wir hatten jede Menge Spaß, morgens als erstes in der Küche das Glas anzusteuern um zu testen, wie die kleinen Rosinen-Arbeiter über Nacht an Kraft und Aktivität zugelegt hatten.

Da es sowohl bei Bernds Bakery als auch beim Brotdoc sehr gute und vollständige Ausführungen zu den Hintergründen und zur Funktion von Hefewasser gibt, fasse ich mich hier mit der Theorie sehr kurz und beschränke mich kurz und knapp auf die wesentlichen Punkte, die man operativ wissen muss…
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Gemüse Winter

Vielfältig und wunderbar: Wintergemüse Sauer eingelegtes Wintergemüse, Blumenkohl-Püree, Oliven-Crumble, Kräuter-Öl, Haselnüsse

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Als ich mich im Herbst vergangen Jahres entschieden habe, cookin‘ deutlich stärker saisonal auszurichten, hatte ich schon ein bißchen Muffe. Was, wenn uns der Kohl schon im Januar wieder aus den Ohren rauskommen würde? Ich habe da so meine Erfahrungen: wir waren mal im Skiurlaub in Südtirol in einer Pension, wo der Küchenchef offenbar einen Übersee-Container Fenchel erworben hatte. Konsequenterweise gab es in den 10 Tagen unseres Urlaubes jeden Abend Fenchel. Schön war das nicht!

Glücklicherweise war meine Sorge unbegründet. Ganz im Gegenteil: trotz jeder Menge Rezepte mit Wintergemüse ist der Winter gefühlt viel zu kurz, um auch nur annähernd alle diejenigen Ideen zu verwirklichen, die in den letzten Wochen auf der To Do-Liste gelandet sind. Und ich muss sagen: ich bin vom Winter und seinen kulinarischen Möglichkeiten völlig begeistert. Die Vielzahl der verfügbaren Gemüse ist überwältigend – selbst in der rheinischen Diaspora, wo es selten mehr als eine Sorte Möhren oder Beete gibt (mein unumwundener Neid gilt den Süddeutschen, deren Märkte eine Vielfalt bieten, von der wir Rheinländer nur träumen können. Aber man kann ja nur wegen Gelber Beete nicht umziehen. Oder doch???)
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Kuchen, Gebäck & Co. Winter

Der Zoch kütt – herrlich köstliche Quarkbällchen Quarkbällchen in der Friteuse ausgebacken

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Heute muss es schnell gehen. Denn der Karneval ist in vollem Gange. Auch bei uns im Bergischen steht der Höhepunkt der diesjährigen Session vor der Tür: der Zoch kütt. Deshalb fasse ich mich heute kurz: diese Quarkbällchen sind einfach köstlich und schmecken dann am besten, wenn sie frisch aus der Friteuse kommen. Da kommt eine größere Karnevalsgesellschaft natürlich gerade Recht. Insofern: Kölle alaaf und los gehts… Continue Reading

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