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Oliver

Brot Rezepte

Im siebten Brötchen Himmel Rustikale Brötchen mit Hartweizen-Mehl und Lievito Madre

Brötchen mit Lievito Madre

Diese Brötchen sind gleichermaßen ein wahrer Glücksfall wie ein totales Zufallsprodukt. Glücksfall deshalb, weil sie so affen-lecker sind, dass sie in Windeseile von Null auf eins in unserer persönlichen Frühstücks-Hitparade gestiegen sind. Sie sind fluffig wie beste klassische Frühstücksbrötchen und bringen gleichzeitig eine feine Kruste mit, die entfernt an Ciabatta erinnert. Das Olivenöl steuert zudem eine ganz dezent herbe Note bei. Dadurch eignen sich die Brötchen gleichermaßen gut fürs süße Frühstück wie für rohen Schinken, Käse und Rotwein.

Entstanden ist das Rezept durch Zufall beim Experimentieren mit Lievito Madre. Sie werden nach der Stockgare nicht rund gewirkt, weil der Teig dann schon so wunderbar mit fragilen Luftblasen durchzogen ist, dass man die Brötchen durch das Rundwirken bestenfalls verschlimmbessern würde. Auch das Hartweizen-Mehl ist eher durch Zufall in den Teig gewandert, denn wir hatten einen größeren Vorrat aus dem letzten Italien-Urlaub importiert und der musste langsam aber sich mal weg.

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Kuchen, Gebäck & Co.

Törtchen, Törtchen Apfel-Karamell-Törtchen

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Backen, also: das süße Backen, ist nicht meins. War es noch nie, auch wenn meine Küchen-Sozialisation tatsächlich mit Sachertorte begonnen hat. Und zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich sehr empfänglich bin für alles Macho-hafte das Backen betreffend. Wann immer Tim Mälzer und Konsorten bei „Kitchen Impossible“ darauf bestehen, dass Backen nicht Kochen ist, lümmel ich zustimmend auf dem Sofa herum und denke: genauso isses. Der Grund dafür ist denkbar simpel: die Schiefgeh-Quote bei meinen vereinzelten Back-Versuchen ist himmelschreiend hoch. Mit großem Unbehagen denke ich zum Beispiel an mehr als ein Dutzend Versuche zurück, anständige Macarons zu fabrizieren. In zig Blogbeiträgen ist zu lesen, dass Macarons eigentlich ganz einfach seien und garantiert perfekt werden, wenn man nur die Tipps und Hinweise im jeweiligen Text befolge. Meine Erfahrungen können diese Behauptung nicht stützen!!!! Will sagen: MACARONS SIND NICHT EINFACH, SIE SIND AFFENMÄSSIG KOMPLIZIERT UND OHNE SUPERKRÄFTE EIGENTLICH VÖLLIG UNMÖGLICH.

Um es kurz zu machen: ich versuche das Backen zu vermeiden. Doch im aktuellen Fall lies es sich nicht umgehen: denn seit Wochen spukte mir eine Rezeptidee durch den Kopf und wollte nicht verschwinden… Continue Reading

Frühling Snacks

Beautiful Säure – Rhabarber-Chips

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Es gibt Rezepte, da spürt man als Food Blogger die Grenzen der Digitalisierung ganz besonders deutlich – Brote zum Beispiel. Wenn der betörende Duft frisch gebackenen Brotes durch die Küche zieht, dann möchte man den Geruch einfangen, in Nullen und Einsen verwandeln und um die Welt schicken. Aber: es geht halt nicht.

Bei diesem Rezept, den wunderbaren Rhabarber-Chips, ist es ähnlich: die feine, herrliche Knusprigkeit und die traumhafte, belebende Säure schreien einfach danach herumgereicht, probiert und bestaunt zu werden. Selbst meine Frau, eine hartnäckige Rhabarber-Verweigerin, ist hingerissen…  Continue Reading

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Brot methoden & zusammenhänge

Was ist Lievito Madre und was kann man damit anstellen? Ciabatta mit Lievito Madre

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Als ich vor einigen Jahren in den einschlägigen Foren die ersten Rezepte mit Lievito Madre gesehen habe, hat mich das Thema maximal kalt gelassen. „Man kann ja nicht jeden Quatsch mitmachen“ habe ich mir damals gedacht, zumal der Aufwand zur Herstellung von Lievito Madre nach einer ersten Schnell-Recherche nahezu grotesk schien. Auf dem Radar aufgetaucht ist das Thema dann wieder durch Claudio vom Lieblingsblog Anonyme Köche, der auf Instagram immer mal wieder Fotos von sehr gelungenen Broten mit Lievito Madre postet.

Und so bin ich heute schlauer 🙂 Denn erstens ist Lievito Madre, ohne Übertreibung, so etwas wie das ultimative Wunder-Tool für alle Sauerteig-Fans, die aufgrund beruflicher, sozialer oder sonstwelcher Verpflichtungen nicht die Zeit (oder die Lust haben), ihren kompletten Tagesablauf rund um das Brotbacken zu planen. Zweitens sorgt Lievito Madre für einen tollen Geschmack und phantastischen Ofentrieb – und damit für jede Menge Glück und Erfüllung für den (Hobby-)Bäcker. Und zum Dritten gibt es verschiedene gute Abkürzungen auf dem Weg zu einem triebstarken Lievito Madre. Um es kurz zu machen:  ich habe meine Meinung über Lievito Madre gründlich revidiert – mit ersten personellen Konsequenzen: der Weizensauerteig wurde ehrenhaft entlassen und entsorgt. Das Bessere ist halt nach wie vor der Feind des Guten…
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Gemüse methoden & zusammenhänge

Fermentieren (1/3): Gemüse & Obst

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Ums Fermentieren bin ich schon lange drumherum geschlichen. Zum einen kam mir die Methode extrem attraktiv vor weil sehr ursprünglich und im positiven Sinne „back to the roots“. Zum anderen habe ich lange keinen wirklichen Ansatzpunkt gefunden. Die klassische Literatur zum Thema, insbesondere die Bücher von Sandor Ellix Katz, sind zwar sehr umfänglich aber gleichzeitig ein wenig erschlagend und – für meinen Geschmack – an vielen Stellen zu prosaisch.

Außerdem war Fermentieren das einzige Thema, von dem ich wirklich überhaupt keine Ahnung hatte. Normalerweise hat man ja bei den gängigen Kochmethoden wenigstens eine grobe Idee, wie es funktionieren könnte. Aber Fermentieren? Null-komma-nix. Die einzigen Informationen in meinem Hinterkopf waren die monströs hässlichen und erstaunlich teuren Tontöpfe, in denen klassischerweise Sauerkraut hergestellt wird sowie der niederländische Spitzenkoch Jonnie Boer, der in seinem Restaurant De Librije mit fermentierten Gemüsesäften offenbar Erstaunliches produziert. Die eingesetzte Methode jedoch, so stand es mal im Port Culinaire, sei kompliziert und habe den Einsatz von Wissenschaftlern einer Universität erfordert. So weit – so abschreckend.

Am Ende waren es dann das Buch Fermentieren von Heiko Antoniewicz sowie eine kleine aber sehr hilfreiche Broschüre von Slow Food, die den Ausschlag zum Experimentieren gegeben haben.

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