2025 ist vorbei, das neue Jahr hat begonnen und die Jahreszeit der Völlerei ist offiziell beendet.
Viele haben sich vom ausschweifenden Dezember direkt in den Dry January begeben. Das ist keinesfalls eine schlechte Idee. Zumal der Dry January um zehn Tage kürzer und weit weniger streng ist als die „offizielle“ Fastenzeit.
Im Dry January in Kombination mit der Alkohol-Abstinenz weniger Fleisch und Fett und Süßigkeit zu Futtern ist allerdings auch nicht verkehrt.
Dabei ist die Herausforderung, den Verzicht nicht als Selbstkasteiung mit abnehmender Lebensqualität zu verstehen, sondern als Chance, mit neuen, köstlichen Rezepten, gleichermaßen gesünder aber mindestens genau so genussvoll wie im restlichen Jahr zu leben.
Hierfür habe ich einen tollen Vorschlag für Dich: einen asiatischen Gurkensalat mit Ingwerdressing.
Die ist möglicherweise der Beginn einer kleinen Serie zu asiatischen Salaten, denn das Potenzial ist gewaltig.
Genau weiß ich das noch nicht.
Sicher ist, das im übernächsten Posting ein zweiter Gurkensalat folgen wird, mit einem Dressing, das im Wesentlichen auf Crispy Chili Oil basiert und völlig anders ist als dieser hier – ein schönes Beispiel für die Vielfalt asiatischer Küche.
Dieses Rezept hier ist in Null-komma-nix gemacht und schmeckt erfrischend, komplex und köstlich.
1. Die Gurken schneiden
Vor einiger Zeit gab es in den sozialen Medien einen Hype das „Rumkloppen auf Gurken“ betreffend. Unter dem Titel „smashed cucumber salad“ hauten hunderte von so genannten Influencern auf, in Plastikbeuteln verpackten, Gurken herum und behaupteten, das Ergebnis, eine ungleichmäßige und vielfach eher unansehnliche Gurken-Matschepampe, sei so köstlich, dass jedermann landauf-landab umgehend auszurasten hätte.
Das Ganze ist zwar kein ausgemachter Quatsch, immerhin ist diese Methode in Asien durchaus verbreitet. Wer allerdings glaubt, das Verkloppen von Gurken würde zu ungekannten Geschmackshöhepunkten führen, der wird wohl enttäuscht werden.
Insofern: schneide die Gurken, wie Du magst. Ich persönlich schäle unsere europäischen Gurken, die dickere Schalen als die asiatischen Gurken haben, mit einem Sparschäler nur halb (ein Streifen ab, ein Streifen dran und so weiter). So hat man immer ein bißchen Schale für den Crunch ohne, dass es nervt.
2. Zutaten – Funktion und Ersatz
2.1 Chili und Koriander
Schärfe ist nicht jedermanns Sache, Koriander auch nicht. Deshalb: wenn Du das ein oder andere magst, dann rein damit. Falls nicht, lass es einfach weg. Statt Koriander kannst Du auch Petersilie nehmen, auch wenn der Geschmack natürlich ein anderer ist.
2.2 Schwarzer Reisessig
Schwarze Reisessig hat ein sehr eigenes Aroma, das schwer zu ersetzen ist. Wenn Du keinen schwarzen Reisessig zuhause hast und nicht mehr los möchtest, kannst Du ihn einigermaßen adäquat durch dunklen Balsamico ersetzen.
2.3 Geröstetes Sesamöl
Geröstetes Sesamöl ist durch nichts zu ersetzen. Wenn Du keines hast, mach einen Ausflug zum nächsten Asiamarkt. Bei der Gelegenheit kannst Du auch schwarzen Reisessig mitbringen 🙂
ziel

Asiatischer Gurkensalat mit Ingwerdressing
Zutaten
Für die Gurken
- 2 Salatgurken
- 1 geh. TL Salz
Für die Vinaigrette
- 2 EL Helle Sojasauce, z.B. Shoyu
- 1-2 TL Honig
- 1 TL Schwarzer Reisessig
- 1 TL Limettensaft
- 1 TL Geröstetes Sesamöl
- 1 TL frischer Ingwer, geschält und fein gehackt
- Koriander (nach Belieben)
- Salz, Pfeffer
Anrichten
- Chili (nach Belieben)
- Geröstete Sesamkörner
Anleitungen
Für die Gurken
- Die Gurken waschen, teilweise schälen und nach Belieben schneiden. Falls Du die Kerne entfernst, schmeiße sie nicht weg, sondern stelle sie der Familie zum Snacken hin.
- Die Gurken ordentlich mit dem Salz mischen und 20-30 Minuten stehen lassen. Damit entziehst Du der Gurke Wasser.
- Im Anschluss die Gurken abspülen und gut abtropfen lassen.
Für die Vinaigrette
- Alle Zutaten außer Salz und Pfeffer gut mischen.
- Die Vinaigrette mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Anrichten
- Die Gurken mit der Vinaigrette mischen und mit Chili und Sesamkörnern servieren.
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