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Marokko (2/2): von der Sahara nach Essaouira

Der Treffpunkt für das Chebbi Camp ist ein unscheinbares Haus am Rande von Merzouga.

Der Empfang ist herzlich, wir kriegen Tee und können uns ausruhen. Es gibt sogar Räume mit Betten, in denen man die Zeit bis zur “Abfahrt” mit einem Schläfchen überbrücken kann.

Es ist mittlerweile gute 35 Grad heiß. Das Kicken, das ich dem kleinen Mann heute Morgen vor der Abfahrt naiverweise versprochen habe, dauert keine 10 Minuten und endet mit einem freundschaftlichen Unentschieden sowie dem zügigen Rückzug in die etwas kühleren Räumlichkeiten.

Kurz nach 17 Uhr geht es los: das Gepäck kommt auf den Jeep, die Kamele werden gesattelt, wir steigen auf und reiten Richtung Dünen. Natürlich ist das alles furchtbar touristisch, aber das ist uns völlig schnuppe, denn es macht Spaß und wir fühlen uns schon ein bisschen wie Lawrence von Arabien…

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Marokko (1/2): von Marrakesch bis in die Sahara

Meine Frau ist clever.

Das ist gut für sie und – meistens 🙂 – auch für mich.

Ein Beispiel: meine Frau wusste aus Erfahrung, dass es eine sehr gute Idee wäre, nach Marokko zu fahren. Sie machte sich aber auch keinerlei Illusionen darüber, dass ich freiwillig mitkommen würde.

Die Gründe für mein Sträuben, nahezu alle nordafrikanischen Länder betreffend, sind schnell erklärt: sie haben im Wesentlichen mit schlechten Erfahrungen aus einem Hurghada-Urlaub zu tun, der nun nahezu zwei Jahrzehnte zurück liegt.

Der ist mir allerdings in lebhafter Erinnerung geblieben: zum einen aufgrund der phänomenal aufdringlichen Händler.  Und zum anderen durch einen, mit dem Typhus verwandten, Virus, der sich am Abend vor der Abreise zurück nach Deutschland in meinem Darm mit großem Getöse bemerkbar machte. Ich erspare Euch die Details. Nur soviel: mitten in der Nacht mit hohem Fieber und einem massiven Magen-Darm-Infekt am, zur damaligen Zeit mit “rudimentär” sehr freundlich beschriebenen, Flughafen von Hurghada zu sitzen (bzw. zu liegen) und festzustellen, dass in den Toiletten nicht nur zehn Zentimeter hoch das Wasser steht sondern darüber hinaus ein, statt mit Zähnen mit stoischer Ruhe ausgestatteter, Greis das Toilettenpapier blattweise für jeweils eine DM verkauft, gehört nicht zu meinen bevorzugten Urlaubserinnerungen.

Was das Ganze mit Marokko zu tun hat? Ganz einfach: ich wollte nicht hin. Continue Reading

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