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Fisch & Meeresfrüchte

Fisch & Meeresfrüchte Gemüse Winter

Gibts doch gar nicht! Chicorée geht auch lecker… Lotte, mit Comté überbackener Chicorée, Winterportulak-Sauce

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Den Chicorée betreffend gab es in unserer kleinen Familie abweichende Interessen: denn ich mag, bzw.: mochte, ihn trotz großer Bitter-Affinität, überhaupt nicht. Meine Frau dagegen war von der, jüngst bei einem Freund kennengelernten, Comté-Version ziemlich begeistert. Dabei handelt es sich um halbierte Chicorées, die mit Comté im Ofen überbacken werden. Der Käse nimmt dem Chicorée einen Teil der Bitternoten aber beileibe nicht alle. Mir war das Ganze nach wie vor zu heftig.

Es kam dennoch wie es kommen musste 🙂 Der Chicorée kam auch bei uns auf den Speiseplan! Im Gepäck hatte der Chicorée jedoch ein kleines und dennoch veritables (Küchen-)wunder, denn in Kombination mit der Portulak-Sauce und der Lotte verschwindet die Bitternote des Chicorée komplett. Continue Reading

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Fisch & Meeresfrüchte Gemüse Herbst

Three is a party – Kohlrübe, Vanille & Saibling Gebratener Saibling, Vanille-Ragout mit Kohlrübe und Stangensellerie, Forellen-Kaviar und Wakame

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Die jüngst eingeschlagene Kursänderung für diesen Blog in Richtung Saisonalität/ Regionalität trägt erste Früchte. Denn ohne Kurs-Korrektur wäre ich wohl kaum in Kontakt mit einem Gemüse gekommen, das einen denkbar schlechten Ruf genießt: es geht um die Kohlrübe. Gibt man Kohlrübe als Suchbegriff in Google ein, erhält man magere 38.000 Treffer. Zum Vergleich: Wirsing bringt es auf eine gute Millionen, Sellerie sogar auf knapp 9,5 Millionen. Liest man dann die ersten Treffer zur Kohlrübe quer, scheint es die herausragende Eigenschaft der Kohlrübe zu sein, dass sie auf besonders angeschmiegsame Arte und Weise den Geschmack anderer Lebensmittel anzunehmen vermag. Also: wäre ich ein Lebensmittel, diese Beschreibung wollte ich ganz bestimmt nicht über mich lesen…

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Fisch & Meeresfrüchte Gemüse Herbst

Dicke Bohnen hat der Himmel geschickt… Jakobsmuscheln, rote und gelbe Tomaten, dicke Bohnen, Fischsud

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Geht man die regional unterschiedlichen Bezeichnungen für Dicke Bohnen durch, so wird schnell klar, dass Dicke Bohnen ein Image-Problem haben: Ackerbohne, Große Bohne und Favabohne sind noch im Rahmen. Saubohne, Schweinsbohne und Viehbohne lassen dagegen auf eine wenig edle Herkunft schließen. Passenderweise ist mir die Dicke Bohne in meiner kulinarischen Sozialisation bisher in genau einer Form unter das Messer gekommen: im Mehlschwitzen-Pamps als Beilage zu Deftigem vom Schwein. Das war üblicherweise nicht unbedingt schlecht, meistens aber langweilig…

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Fisch & Meeresfrüchte Gemüse Herbst

Lieblingsrestaurant – leider weit weg: das Schmidt Z & Ko. in Berlin Dorade, Wasabi-Spinat, Spinat-Creme, gegrillte Wassermelone, exotische Vinaigrette

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Wein ist in den meisten deutschen Restaurants eine frustrierende Angelegenheit. Denn der überwiegende Teil der Gastronomen interessiert sich nicht für das Thema und hat bestenfalls ein paar langweilige Standards vom Großhändler im Programm. Und selbst dort, wo man sich ernsthaft um ein spannendes Weinangebot bemüht, ist der Kalkulationsfaktor für die Weinkarte häufig abenteuerlich. Wenn die Gastronomen nämlich die Einkaufspreise mit drei, vier oder sogar fünf multiplizieren, dann bleiben die Gäste doch beim – wenig befriedigenden – Pils. Doch glücklicherweise ändern sich auch hier die Zeiten…

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Fisch & Meeresfrüchte Sommer

The times they are a changin’ Garnelen, Erdbeere und rote Beete, Schwarzbrot und Buttermilch

Erdbeere und rote Beete 4 900 QU

Die Sterne-Gastronomie hat einen denkbar schlechten Ruf was Lässigkeit und Spaß angeht. Dem gängigen Klischee zufolge geht es in den meisten einschlägigen Restaurants ungefähr so locker zu wie im Bewerbungsgespräch bei der Deutschen Bank. Der Ruf besteht nicht ganz zu Unrecht: ich kann mich an einen empfindlich peinlichen Moment vor knapp 10 Jahren beim damaligen 3 Sterne-Koch Dieter Müller erinnern. Dort hatte ich – bei unserem ersten (!) Essen in einem 3 Sterne-Restaurant überhaupt – einen kleinen Fleck auf dem Tischtuch produziert. Daraufhin rückten zwischen Hauptgang und Dessert drei Kellner mit ernster Miene und einem Viertel-Tischtuch (!) an, um mit einem nahezu artistischen Vorgang von Entfalten – Auflegen – Glätten mit diesem Extra-Tischtuch den Fleck zu verdecken.

Ähnlich irritiert hat mich lange das Abdeck-Ritual im, ebenfalls in Bergisch Gladbach beheimateten, Restaurant Vendome. Dort nämlich bedankte sich der Service bis vor wenigen Jahren beim Abräumen der Teller mit einem derart feierlichen “ganz herzlichen Dank”, als ob man ihm gerade ein dreistelliges Trinkgeld zugesteckt hätte. 

Doch glücklicherweise bleibt nichts wie es war…

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