Gemüse Herbst

Rote Bete Salat mit Roter Bete aus dem Backofen Rote Bete Salat

Rote Bete Salat 2

Rote Bete Salat, insbesondere mit Apfel, ist köstlich. Aber Rote Bete ist ein trickreiches Gemüse. Im Supermarkt trifft man sie in der Regel eingelegt an – also sehr sauer. Alternativ wartet sie in der Gemüse-Abteilung um die Ecke – na ja, irgendwie – „frisch“ aber doch häufig so alt, dass sich Assoziationen zum sanierungsbedürftigen Altbau Keller aufdrängen. Es gibt kein Gemüse, mit dem man einem Wein-Novizen so gut verdeutlichen kann, wie ein 1-A-Korker riecht.

Außerdem möchte sie nicht gekocht werden…

Der Weg zum leckeren Rote Bete Salat führt über zwei goldene Regeln:

1.) Junge, sehr frische rote Bete mit Grün kaufen!
Ideal sind junge Knollen, ungefähr von der Größe eines sehr klein geratenen Tennisballes, mit Grün. Diese haben bereits begonnen die bekannte, charakteristische Erdigkeit zu entwickeln, sind mit dieser Beschäftigung jedoch noch nicht im Endstadium angelangt. Alternativ bietet sich auch gelbe und orange Beete an. Diese sind jedoch – nach meiner Erfahrung – auf den Wochenmärkten im Süden der Republik deutlich besser zu finden ist als in der Mitte und im Norden.


 

Flavour Pairing

Lust, eigene kreative Rezepte zu entwickeln? Hier findet Ihr eine Übersicht, welche Lebensmittel gut zu Rote Beete passen:Flavour Pairing Rote Beete

Neugierig geworden? Eine Einführung in das Thema Flavour Pairing gibt es hier!

Mehr Flavour Pairing-Bäume findet Ihr hier!


 

2.) Nicht kochen, backen!
Aromen sind vorwiegend fettlöslich, Geschmäcker (süß – sauer – bitter – salzig) sind vorwiegend wasserlöslich. Wenn man die Rote Beete kocht, gibt sie Zucker ins Wasser ab (wie übrigens Sellerie, Möhren etc. auch). Dadurch leidet der Geschmack deutlich. Durch die zurückgenommene Süße drängen die erdigen Noten in den Vordergrund.

Besser: backen! Ca. 90 Minuten in der Alufolie auf einem Häufchen Meersalz zum Beispiel. Ästhetisch versierte Köche verwenden statt der Alufolie einen schnell hergestellten Salz-Eiweiß-Mantel. Das Ergebnis ist das gleiche, die Teig-Variante lässt sich jedoch mit viel Tam-Tam und O-ho am Tisch öffnen.

Rote Bete Salat 3

Rote Bete Salat

5 – 6 kleine, möglichst frische rote Bete (mit Grün)
Äpfel mit knackiger aber nicht brutaler Säure, z.B. Braeburn. Maximal gleiche Menge wie Rote Bete, eher weniger
1 TL Senf, mittelscharf
5 – 6 EL griechischer Joghurt
3 EL Cranberry-Saft
1 EL Apfelessig
2 EL Ingwersirup
2 EL Honig
4 EL Olivenöl
1 TL Walnussöl
2 EL Blattpetersilie, fein gehackt
Salz, Pfeffer

Die Rote Bete-Knollen in der Alufolie auf etwas Meersalz bei 180 Grad ca. 90 Minuten im Backofen garen bis sie weich sind. Abkühlen lassen, schälen und fein brunoise würfeln. Die Äpfel schälen und ebenfalls fein brunoise würfeln.

Senf, Saft, Essig, Sirup und Joghurt verrühren. Dann langsam die Öle einrühren. Die Petersilie dazu geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Rote Bete und die Äpfel mit der Soße mischen.

Schneidet man Bete und Apfel etwas gröber, so ist dieser Salat perfekter Begleiter zu deftigen Gerichten wie zum Beispiel Entrecote mit Bratkartoffeln. Je kleiner und akurater man die Gemüse- und Obstwürfel schneidet, desto besser passt der Salat zu feinen Gerichten.

Weiterentwicklungsideen: Stangensellerie für die Würze, Sesamcracker.


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3 Comments

  • Reply
    Jule
    16. Juli 2015 at 11:40

    Dieses Rezept hat mir weniger gut gefallen, ich suche eigentlich immer neue dinge die ich ausprobieren kann. Aber in diesem Fall habe ich denke ich weit daneben gegriffen. Rote Bete ist ein Gemüse das man wirklich mögen muss dieser eigentümliche Geschmack schmeckt nicht jedem, und das ist das größte Problem an diesem Rezept.

    • Reply
      Oliver
      17. Juli 2015 at 22:55

      Liebe Jule,
      Danke für die Rückmeldung – auch wenn Dir das Rezept weniger gefallen hat. Vielleicht ist Rote Beete wirklich nicht Dein Ding. Sollten Dir mal auf dem Markt Gelbe Beete über den Weg laufen, probier die doch mal. Die sind weniger erdig.
      Viele Grüße,
      Oliver

  • Reply
    Grundlagen > Garmethoden > Kochen
    21. Oktober 2016 at 11:16

    […] Zuckergehaltes – und damit ihres Geschmacks – beim Kochen an das Wasser. Beim Dämpfen, Rösten oder Sautieren in Butter passiert das nicht (vgl. Myhrvold, Young, Billet, 2012, Bd. 2, S. […]

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