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methoden & zusammenhänge Winter

Die beste Ente der Welt!

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So kann man sich als Ehepaar missverstehen: da kam die beste aller Ehefrauen euphorisch mit einer Ente vom Markt inklusive der irrigen Annahme, sie würde mir damit eine Freude zu machen.

Doch weit gefehlt!

Die Vorstellung, eine ganze Ente zuzubereiten, sorgt bei mir für puren Stress, Versagensängste und ausgedehnte depressive Episoden. Denn blöderweise hat die Natur nahezu alle Geflügel in einer Art und Weise konzipiert, dass das zeitgleiche Treffen der günstigsten Garung für alle Fleischteile schwieriger ist als in Badehose den Mount Everest zu besteigen.

Naheliegenderweise führten die unterschiedlichen Perspektiven auf den Casus Ente zunächst zu zwischen-ehelichen Herausforderungen. Letztendlich jedoch hat auch dieser Fall nur mal wieder bestätigt, dass jedem größeren Erfolg ein mehr oder weniger ausgiebiges Scheitern vorausgeht. Coaches, Psychologen und Organisationsentwickler umschreiben dieses Scheitern ja gerne als „die Komfortzone, die man verlassen muss“ und meinen damit nichts anderes, als dass man ein paar mal (oder auch öfter) ordentlich auf die Fresse fallen muss, wenn man sich entwickeln will.

Dieses „Komfortzone verlassen“ hatte ich nach meinem letzten Versuch, der zwar nicht im völligen Desaster, aber dennoch sehr weit weg von „befriedigend bis gut“ geendet war, auf frühestens 2025 verschoben.

Und nun lag sie da, die Ente, grinste mich frech an und schien mir zuzuraunen: „Na, wollen wir doch mal sehen, wer von uns beiden der hartnäckigere ist“.

Und, was soll ich sagen? Manchmal bedarf es eben eines kleinen Schubses, um voran zu kommen. Und heute darf ich mit einem gewissen Stolz behaupten, völlig unerwartet am vorvergangenen Wochenende die beste aller Methoden für die Zubereitung einer ganzen Ente gefunden zu haben, die überhaupt denkbar ist…

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Winter

Wer hätte das gedacht? Gelbe Beete, Ingwer und Dill Gelbe Beete mit Dill und Ingwer, Lachsforelle, Forellen-Kaviar

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Ein Freund von mir hat den tollsten Job der Welt: er versorgt die anspruchsvolle Gastronomie im weiteren Umkreis mit Leckereien aller Art. Das hat neben vielen anderen einen ganz besonderen Vorteil: er darf einigen der talentiertesten Köchen unseres Landes immer mal wieder bei der Arbeit über die Schulter schauen. So hat sich über die Jahre ein erhebliches kulinarisches Wissen angesammelt, von dem auch ich immer mal wieder die große Freude habe profitieren zu dürfen. Ein schönes Beispiel dafür ist die geraspelte Gelbe Beete mit Ingwer und Dill. Denn ich wäre vermutlich weder auf die Idee gekommen, Gelbe Beete roh zu verarbeiten noch hätte ich die Beete mit Ingwer und Dill kombiniert.  Continue Reading

Herbst methoden & zusammenhänge

Food Pairing Champions League – Joachim Wissler & Joselito

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Wenn man einen Foodblog betreibt, landet man automatisch auf dem Radarschirm von Kommunikations- und PR-Agenturen sowie allen anderen Unternehmen, die in der Food- und Weinbranche arbeiten und naturgemäß Aufmerksamkeit für ihr Geschäft benötigen.

Das ist gar nicht schlimm – ganz im Gegenteil: Trommeln gehört ja bekanntlich zum Geschäft, und wenn jemand interessante Ideen, Produkte oder was-auch-immer hat, soll er damit gerne anklopfen.

In den ersten zwei Jahren von cookin‘ waren die Anfragen jedoch vielfach kurios: einige, überwiegend in der Provinz beheimatete, Agenturen offerierten streng-geheime Projekte, deren exklusiven Inhalt sie erst nach der Übersendung eines konkreten Preises enthüllen wollten. Unabhängig davon, dass es auf meinem Blog nichts gegen Geld gibt, blieben meine Nachfragen, um was es denn überhaupt gehe, stets unbeantwortet.

Gerne erinnere ich mich auch an die Mails eines Berliner Inkubators, der überwiegend erstaunlich absurde Kooperationen im Angebot hatte. Mein Highlight: eine potenzielle Zusammenarbeit, die mich befähigen würde, meine Leser regelmäßig mit den heißesten Neuigkeiten zum Thema „Brotschneidemaschinen“ zu versorgen.

Mon dieu!

Die Zeiten haben sich jedoch glücklicherweise geändert: die Gugu-Anfragen sind dieses Jahr auf nahezu Null zurückgegangen. Dafür landen immer wieder spannende Einladungen im digitalen Briefkasten: sei es zu Weinproben, zum phantastischen Chefkoch-Foodcamp 2017 (Bericht steht noch aus) oder zu der Veranstaltung, über die ich mich gefreut habe wie ein Schneekönig und über die ich im Folgenden berichten möchte: das JoselitoLab 2017 im Restaurant Vendome.

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Herbst Kuchen, Gebäck & Co.

Boah, war dat lecker: feine Apfeltarte nach La Paticesse Apfeltarte mit Vanille-Eis

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Ich habe ja an der ein oder anderen Stelle schon meine Sympathie für verschiedene Blogs geäußert. Der Blog allerdings, vor dem ich mit Abstand am meisten Hochachtung im Sinne von: „das würde ich so nie im Leben hinkriegen“ habe, ist La Paticesse von Claudia. Patisserie ist ja sowieso eine kniffelige Geschichte, für die mir gleichermaßen Geschick, Erfahrung und Geduld fehlen. Insofern sitze ich grundsätzlich vor allen Blogs, die sich mit Patisserie und süßem Backen beschäftigen, mit einem gerüttelten Maß an Ehrfurcht. Aber was auf La Paticesse in Sachen Rezepten, Ausführung und Fotographie geboten wird, ist großes Kino und ohne Zweifel Profi-Liga.

Nun denn: ich war auf der Suche nach feinen Apfel-Rezepten mit französischem Einschlag, sprich: apfelig, buttrig und gut sollte es sein. Mit der notwendigen Demut ausgestattet habe ich mir bei La Paticesse ein vermeintlich einfaches Rezept herausgesucht, das erwartungsgemäß trotzdem nicht ganz ohne Herausforderung war.

Dennoch: der Einsatz hat sich gelohnt. Auch wenn das Rosetten-Legen mit Sicherheit noch dezent Luft nach oben hat, ist die Apfeltarte phänomenal lecker geworden…

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Fleisch Herbst

Lecker archaisch: Rindertartar Rindertartar, eingelegte Senfkörner, Radieschen, frittierte Kapern

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Ich liebe Rindertartar.

Leider kriegt man Rindertartar n Deutschland eher selten. Das hat möglicherweise mit den strikten bis mitunter absurden deutschen Hygiene-Vorschriften für Handel und Gastronomie zu tun. Dass viele Köche da die Finger von rohem Fleisch lassen, kann ich schon verstehen.

Dennoch erscheint die Vorsicht, gerade aus Sicht des Rheinländers, einigermaßen übertrieben. Denn: in einem Landstrich, in dem Mett-Brötchen genauso eng zur Gasthaus-Kultur gehören wie Mett-Igel zum allgemeinen Party-Kanon, ist der Umgang mit rohem Fleisch auf Seiten der Konsumenten grundsätzlich entspannt.

Ganz anders sieht es auf Seiten der Regulierung aus. Fast hat man den Eindruck, dass die Verwaltung vorwiegend aus akademisch-theoretischer Sicht auf die Sache schaut und nicht aus praktischer. Ein Metzger erzählte mir neulich, dass er in einer neuen Markthalle eine eigene Toilette bauen muss, weil er und seine Mitarbeiter sich nicht das Klo mit den Angestellten vom Obsthändler teilen dürfen. Das erscheint nicht nur auf den ersten Blick unsinnig sondern auch auf den zweiten, wenn man nämlich weiß, dass sich alle zusammen in der Mittagspause in derselben Kölsch-Kneipe ihr Mittagessen schmecken lassen.

Wie dem auch sei….

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