Gemüse Herbst

Orient-Express Couscous-Salat mit Kräuter-Creme Frâiche

Couscous-Salat 900 optimiert

 

Couscous schmeckt von Natur aus dezent nussig bis nach Nichts. Das ist aber gar nicht schlimm, denn Couscous ist, wie kaum ein anderes Lebensmittel, in der Lage, Geschmäcker und Aromen aufzunehmen und zu transportieren. Zudem spielt es keine Rolle, ob man die hohen Ansprüche der Sterne-Küche oder die bodenständigen Bedürfnisse einer Horde Grillfest-Gäste befriedigen will – Couscous geht immer! Denn der Grad der Feinheit bzw. Rustikalität hängt ganz wesentlich von der verwendeten Brühe und den weiteren Zutaten ab.

Das folgende Cous Cous-Rezept ist mir von allen probierten eines der liebsten. Es basiert auf einer Auswahl klassischer Zutaten der orientalischen Küche: die Granatapfelkerne liefen fruchtige Säure und Knack, Pinienkerne und Pistazienkerne sorgen für eine herrlich nussige Note und Minze, Zimt und Ras-el-hanout vervollständigen das perfekte Bild von 1001-Nacht.

Dabei schreit dieses Rezept nach Variation: denn man kann sich hierfür reichlich aus dem Fundus der orientalischen Küche bedienen und die klassischen Aromen nahezu endlos kombinieren.

Was passt? Siehe Mindmap!

Klassische Zutaten der arabischen Küche (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Klassische Zutaten der arabischen Küche (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Couscous-Salat

40g Rosinen, am besten hochwertige vom Markt
100 ml Marsala, alternativ, z.B. für Kinder, Orangensaft (aus der Flasche, nicht frisch gepresst, der wird bitter)
250 g Couscous
300 ml Hühnerfonds, optimalerweise selbstgemacht, alternativ von Oscar
Salz
1 eingelegte rote Zwiebel, alternativ funktioniert auch eine rohe rote Zwiebel
1/2 Granatapfel
30g Pinienkerne
30g Pistazien
8 El Olivenöl, am besten gutes
4 El weißer Balsamicoessig
2 Minzezweige
Pfeffer
1 Prise gemahlener Zimt
1 Msp. Ras-el-hanout

Die Rosinen über Nacht im Marsala (Orangensaft) einweichen.

Den Hühnerfonds aufkochen. Den Couscous mit dem kochenden Hühnerfonds übergießen und 10 Minuten abgedeckt quellen lassen.

Die Zwiebel fein würfeln. (Falls keine eingelegte Zwiebel verwendet wird: die Zwiebelwürfel in Olivenöl anschwitzen und ich etwas Essig köcheln lassen. So werden die bekömmlicher).

Den Granatapfel aufbrechen und die Kerne herauslösen.

Die Pinien- und die Pistazienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Zwiebel, eingeweichten Rosinen und die Granatapfelkerne zum Couscous geben und untermischen.

Die Minze waschen, trocknen, die Blätter vom Stiel zupfen und mit Essig, Olivenöl und den Pinienkernen unter den Couscous mischen.

Mit Salz, Pfeffer und Raz-el-hanout abschmecken.

Kräuter-Creme Frâiche

150 g Creme Fraiche
50 g griechischer Joghurt
Petersilie und Schnittlauch gehackt, nach Belieben
1 Spritzer Limette
Salz
Pfeffer

Für die Creme Frâiche alle Zutaten gut verrühren. Kalt stellen.Couscous-Salat HK 900


Dazu passt…

Wer budgetär flexibel ist, greift – thematisch wie aromatisch passend wie Deckel auf Pott – zum „Mille e una notte“ von Donnafugata (um die 40€). Der Nero d’Avola zaubert den passenden arabischen Sternenhimmel zum Couscous und kommt sogar gegen den ansonsten schwierigen Joghurt im Creme Frâiche an. Wer dazu ein rosa gebratenes Lamm-Carré mit würziger Kruste serviert, der ist dem Himmel nahe.
Wer es etwas günstiger mag, liegt mit dem Nero d’Avola von Morgante goldrichtig. Viel mehr Wein fürs Geld gibt es nicht.


Weiterführende Links:

Couscous-Salat mit dunklem Sesamöl bei Paules Kitchen
Orangen-Couscous-Salat bei New Kitch on the block


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